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deine Kathy
Heute möchte ich dir von einem Abenteuer erzählen, dass noch heute sehr in mir nachhallt und das ich wohl auf ewig in meinem Herzen tragen werde. Denn das Frühjahr 2023 war für mich etwas ganz Besonderes.
Seit März 2023 bin ich endlich ausgebildete Schreibpädagogin und habe meinen ersten Schreibkurs gegeben. Klingt jetzt erstmal nicht sonderlich spektakulär. Ist doch schließlich das Ziel der Ausbildung zur Schreibpädagogin – eigene Schreibkurse zu geben, oder? Und ist es nicht sogar Teil der Ausbildung, ein Konzept für einen Schreibkurs zu konzipieren?
Ja, stimmt schon. Aber, was soll ich sagen, es war mehr als nur ein Schreibkurs. Es war das große Finale der Ausbildung, eine Feuerprobe ohne Schutzanzug und ein herausforderndes, anstrengendes, herrlich-wundervolles Abenteuer, das ich nie bereut habe.
Ok, zwischenzeitlich saß ich heulend zwischen ungepackten Umschlägen und fragte mich, was ich da eigentlich tat. Aber am Ende war es das alles wert und ich habe wertvolle Lektionen gelernt, die mir die theoretische Ausbildung zur Schreibpädagogin niemals hätte erteilen können.
Es war ein Abenteuer mit allen Höhen und Tiefen, die das Leben und die deutsche Post so zu bieten haben.
Anfang des Jahres war es soweit. Das letzte Seminarwochenden meiner Ausbildung zur Schreibpädagogin stand an und damit auch das Ende eines besonderen Lebensabschnitts.
Der Abgabetermin meiner Abschlussarbeit rückte immer näher und so hieß es für mich:
Einen eigenen Schreibkurs kreieren.
Klingt doch erstmal nicht so dramatisch, oder? Ein paar Schreibimpulse aneinanderreihen und fertig ist der Schreibkurs für Kreatives Schreiben.
Denkste!
Für den Abschluss meiner Ausbildung zur Schreibpädagogin (hier kannst du mehr dazu lesen), durfte ich genau das machen: Meinen ersten eigenen Schreibkurs konzipieren. Und obwohl ich aus der Schreipädagogik Ausbildung einen vollen Methodenkoffer mitgenommen habe, war diese Aufgabe weit entfernt von NUR einen Schreibkurs konzipieren.
Denn ein gutes Schreibkurs-Konzept lebt von so viel mehr als nur ein paar Schreibimpulsen.
Gar nicht so einfach! Wie lang an einem Impuls geschrieben wird, das kann ich vorplanen. Aber wie viele Teilnehmer:innen sich am Ende trauen, auch wirklich vorzulesen und wie lang diese Texte dann am Ende sind? Wer weiß das schon vorher genau? Keiner!
Und genau aus vorgenanntem Grund ist es wichtig immer noch einen Plan B in der Tasche zu haben. Mein Tipp: Ein paar kleine Schreibaufgaben einplanen, die man zur Not auch weglassen kann, wenn die Zeit knapp wird und ein paar, die man im Fall der Fälle einschieben kann, wenn noch etwas Zeit übrig ist.
Die Schreibimpulse sollten harmonisch aufeinander aufbauen und die Teilnehmer:innen spielerisch und sanft ins Schreiben begleiten. Und nicht zu vergessen: Die Harmonie zwischen der Schreibpädagogin und den Teilnehmer:innen.
Da saß ich nun also und brütete über meinem ersten eigenen Schreibkurs. Und noch während des Entstehungsprozesses stand für mich fest: Dieses Konzept ist einfach zu schön für die Schublade! Für den Abschluss zur Schreibpädagogin hätte es gereicht, meine Ideen zu skizzieren und das Dokument einzureichen. Aber ich wollte es ausprobieren. Wissen, ob es den Menschen da draußen genauso viel Spaß am Schreiben bereitet, wie ich es mir erhoffte.
Jetzt hieß es: Schritt halten und bloß nicht ins Stolpern geraten.
Denn die Liste der unerledigten Dinge war mit meiner Entscheidung, den Kurs auch gleich in die Tat umzusetzen, enorm gewachsen. Aus beruflichen Gründen war mir klar, was es alles brauchte, um einen Online-Kurs zu vermarkten – nannte ich mich doch nicht ohne Grund Kreative, Marketinginspiratorin und Lösungsfinderin. Na, Kathy! Dann zeig mal her, was du kannst.
Ich erstellte eine sehr lückenhafte, erste Landingpage für den Schreibkurs und eine passende Warteliste in meinem Mailingprogramm und verkündete die Neuigkeiten auf Instagram. Und obwohl es noch nicht viel zu erzählen gab – der Schreibkurs bestand gerade erst aus ein paar Ideenskizzen in meinem Notizblock – hüpften auch schon die ersten Interessierten auf die Liste. Eine ausführliche Überarbeitung der Landingpage, einige Instagramposts und kostenlose Schreib(aus)zeiten später, war die Warteliste schon gut angewachsen. Ich bezog all diese wundervollen Menschen in den Prozess mit ein und machte kein Geheimnis daraus, dass ich den Kurs noch nicht fertig hatte, dass ich selbst noch nicht so sicher wusste, wohin die Reise gehen würde, aber dass eines feststand: Es würde definitiv kreativ werden und wir würden Schreibfreude haben!
Jede Anmeldung auf der Warteliste gab mir ein unglaubliches Glücksgefühl. Da draußen waren tatsächlich Menschen, die sich für meinen Schreibkurs interessierten. Der Prelaunch neigte sich dem Ende zu und so ging mein allererster Schreibkurs in der Warteliste in den Verkauf – wie angekündigt, mit einem Frühlingsrabatt. Und dann passierte es: Innerhalb von wenigen Tagen, war der Schreibkurs ausgebucht! Ich war absolut überwältigt von diesem Vertrauen und bin es bis heute.Neuer Text
Noch bevor WORTerblühen also in den offiziellen Verkauf gehen konnte, war er bereits ausgebucht. Was für ein Gefühl! Erst war da große Dankbarkeit und ich fühlte mich reich beschenkt. Dann kam die Erkenntnis! Jetzt wurde es ernst – es hieß: Abliefern. Denn ich wollte diese wundervollen Menschen, die an mich und meine Arbeit als Schreibpädagogin glaubten, nicht enttäuschen. Und ehrlich gesagt: Mich selbst auch nicht!
Es begannen ein paar aufreibende, chaotische und herrlich-aufregende Wochen. Ich besorgte Kreativmaterial, packte Umschläge, quälte mich mit den undurchsichtigen Regeln und Statuten der Deutschen Post herum. Hier und da blieb mein Herz mal kurz stehen oder begann mir davonzurennen. Wenn ich einen schwachen Moment hatte und mich zweifelnd fragte, was ich da überhaupt tat. Wenn ich beim letzten Umschlag feststellte, dass da irgendwie irgendwo irgendwann was schief gegangen sein musste, denn das abgezählte Material reichte nicht aus. Wenn ich die Nachricht erhielt, dass die Postfiliale einer Teilnehmerin den gelieferten Umschlag nicht mehr wiederfindet. Oh, es gibt so viele Wenn’s bei der Umsetzung eines Schreibkurses. Das weiß ich jetzt.
Der erste Schreibabend kam. Und so aufgeregt ich auch war. Irgendwie machte sich eine warme Ruhe in mir breit. Diese wertschätzenden und wohlwollenden Menschen erfüllten den Raum mit einem ganz besonderen Zauber. Es war, als kannten wir uns alle schon ein Leben lang. In den darauffolgenden Wochen schrieben wir gemeinsam. Wurden kreativ. Und es war magisch, auf welche Ideen die Teilnehmerinnen zu den verschiedenen Impulsen kamen. Wir teilten diese Ideen miteinander. Wir lachten. Wir weinten.
Und ehe wir uns versahen, war der Kurs vorbei und wir konnten es selbst nicht fassen. Die Zeit war so an uns vorübergerannt. Wir hatten keine Chance gehabt, Schritt zu halten. Also versuchten wir es auch nicht und machten es uns nach dem Schreibkurs in unserem Kanal auf discord bequem. Und so sind wir im Austausch – bis heute. Teilen Gedanken und Zeilen miteinander und bleiben in Kontakt.
Dieser erste Schreibkurs war für mich einfach magisch.
Na? Neugierig geworden? Das ist wundervoll. Lust auf ein kleines Schreibspiel (für 0 EUR)? Ich habe da eine monstermäßige Schreibauszeit für dich kreiert. Lade sie dir jetzt herunter und du kannst sofort loslegen!
deine Kathy